STIFTUNG SILVIAS KINDERHILFE
Hilfe für Kinder, Jugendliche und Mütter in Sri Lanka seit 1991

Unterricht für alle

Das Unique Children Projekt, das 2022 ins Leben gerufen wurde, erfüllt uns mit grosser Freude. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Kinder trotz ihrer vielfältigen Beeinträchtigungen mit Begeisterung und Stolz am Schulunterricht teilnehmen und Fortschritte machen.

Blue Rose Village

Anfangs 2025 konnte die Stiftung Silvias Kinderhilfe der Blue Rose Special School* in Kandy eine substanzielle Spende einer Schweizer Familienstiftung vermitteln. Damit wurde der Bau des ersten Bungalows für das geplante Blue Rose Village ermöglicht – ein Ort, an dem künftig bis zu 30 ehemalige Schüler und Schülerinnen in einem begleiteten Wohnprojekt leben können.

*Die Blue Rose Special School ist eine Tagesschule in Kandy, die für 60 Kinder mit Autismus, Down-Syndrom, zerebraler Lähmung, Epilepsieerkrankung, kognitive und globale Entwicklungsverzögerungen ein komplettes Lernumfeld bietet.
Die Schule, die bereits 1981 gegründet wurde, erhält keine öffentlichen Mittel. Rund die Hälfte der Eltern können Schulgeld bezahlen und subventionieren so die restlichen Beiträge für die mittellosen Kinder.

Hilfe für ein Bubenwohnheim 

Durch unsere Finanzierung von Schulmaterial, Uniformen und Transport konnten seit 2023 sieben von zwölf Jungen eines Wohnheims eingeschult werden. Die älteren Buben werden täglich zur Schule gefahren, während die jüngeren viermal pro Woche im Heim von einer Heilpädagogin unterrichtet werden. Ihr Lohn und der Lohn einer zusätzlichen Betreuerin werden ebenfalls von der Stiftung Silvias Kinderhilfe übernommen.



Während meines Aufenthalts herrschte grosse Aufregung und überbordende Freude, als wir Materialien für das neue Schuljahr vorbeibrachten.

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Start 2022 

Im Juni 2022 berichteten wir das erste Mal über ein kleines Wohnheim für Buben mit kognitiven und zum Teil auch körperlichen Beeinträchtigungen (Good News Nr. 38).

Ursprünglich wollten wir für diese Buben nur kostenlosen Mal- und Bastelunterricht durch die Zeichenlehrerin Ms. Harshani anbieten. Bei näherer Abklärung stellten wir jedoch fest, dass trotz allgemeiner Schulpflicht keiner der Buben zur Schule ging. Der einheimische buddhistische Trägerverein des Wohnheims deckt den Unterhalt und die Betreuung der Buben mit lokalen Naturalienspenden (traditionelles alms giving) ab. Laut des Präsidenten des Vereins ist die staatliche Hilfe minimal, deshalb gibt es keine finanziellen Ressourcen, um den Buben den Schulbesuch in eine 20 km entfernte Schule mit Spezialunterricht zu ermöglichen.

Wir erklärten uns sofort bereit, das Schulmaterial, die Schuluniformen und den Schultransport zu finanzieren. Plötzlich wurden auch die zuständigen Behörden aktiv, es folgten Abklärungen durchs Sozialamt und ein Kinderarzt klärte die Schultauglichkeit der einzelnen Kinder ab. Da sich die Abklärungen in die Länge zogen, gestaltete der Verein mit Hilfe von englischen Volontären in der Zwischenzeit einen hübschen, kleinen Schulraum im Heim. Schon bald startete nebst unserem Mal- und Bastelunterricht eine angehende Heilpädagogin dreimal die Woche ihren Unterricht im Heim. Die Freude auf den Gesichtern der Buben zu sehen, war unbezahlbar.


Im Dezember drohte das Ende dieses erfolgsversprechenden Starts. Ms. Sithumini, die junge Heilpädagogin, informierte uns, dass sie aufhören müsse, da sie vom Staat keinen Lohn erhalte und sie auch die Transportkosten aus eigener Tasche bezahle. Dasselbe drohe auch dem Spezialunterricht an einer Schule in Boossa, wo sie auch gratis unterrichtet habe. Wir fanden, dass das nicht passieren durfte. Zum Glück fand die Schulleiterin in Boossa einen Sponsor für den Heilpädagoginnen-Lohn an ihrer Schule und unsere Stiftung übernimmt die Lohn- und Transportkosten für den Unterricht im Wohnheim. Gemeinsam mit der Schulleiterin in Boossa und dem Vereinspräsidenten des Kinderheims identifizierten wir zudem kleinere und grössere Massnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsräume und des Schulmaterials.

Ein Stein kam ins Rollen und es entwickelt sich zu einem grösseren Engagement unserer Stiftung für diese Unique Children, die aus soziokulturellen Gründen oft verstossen oder sogar versteckt werden.

Die Good News bei meinem Besuch im März waren, dass drei der Buben in eine lokale Regelklasse integriert werden konnten. Zudem fanden vier weitere Buben im Wohnheim ein liebevolles Zuhause. 


Sociocultural Construction of Disability in Sri Lanka: Charity to Rights-based Approach, 2017, Dr. Ch. Liyanage 









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